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1.
Gründung
Anfang 1964 waren einige Bürger von Hemmessen mit
dem Vorschlag an die Öffentlichkeit getreten, in Hemmessen eine
Gesellschaft zu gründen, um die alten, teils schon seit Jahrhunderten
gehaltenen und gepflogenen Sitten und Gebräuche auch in der heutigen
Zeit fortbestehen zu lassen und gemeinschaftlich zu pflegen.
Bei der Zusammenkunft am 05. März 1964 wurde der Gedanke mit Freude
begrüßt und alle Anwesenden erklärten sich bereit, einer
solchen Vereinigung beizutreten. Es wurde ein Ausschuss eingesetzt,
der den Satzungsentwurf erarbeiten sollte. Die Gründungsversammlung
am 23. Mai 1964 ergab volle Einmütigkeit in der Zielsetzung, nämlich
Pflege der Gemeinschaft und alter Sitten und Gebräuche, Verschönerung
des Ortes Hemmessen und tatkräftige Nachbarschaftshilfe. Inzwischen
nimmt die Landschafts- und Denkmalpflege einen gleich hohen Stellenwert
ein.
53 Bürgerinnen und Bürger trugen sich in die erste Mitgliederliste
ein. Somit war die Bürgergesellschaft Hemmessen geboren; sie fand
rege Unterstützung und ihre Mitgliederzahl wuchs stetig. Heute
gehören der Gesellschaft etwa 420 Mitglieder an. Die Symbole in
dem Wappen und der Fahne der Bürgergesellschaft sind so aussagekräftig,
dass auch der, der den Gründungsgedanken der Bürgergesellschaft
nicht kennt, sie leicht verstehen wird. Was in der Satzung als Ziel
und Zweck formuliert ist, konnte kein besseres Symbol finden als in
der. Darstellung der Hemmessener Kapelle (liebevoll auch „unser
Dom" genannt) mit der wohl im Jahre 1570 gepflanzten Linde. Das
Ganze ruht auf der gebenden und nehmenden Hand, ein treffendes Bild
für das Füreinander und die Nachbarschaftshilfe, ohne die
alle Tradition und jegliches Brauchtum ihren Sinn verlören.
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